jetzt mal ernst. ernsthaft.

btw05

die verfrühte bundestagswahl. und ich bin ja immer weniger ernsthaft geworden, hier in meinem blog, aber jetzt ist echt schluss mit lustig. ich versteh es nicht: wenn ich sage “nach einem misstrauensvotum, da kandidier ich nicht mehr und kanzler werden - pfff - nie im leben!”, dann gibt es da bei mir ja wenig falsch zu verstehen. beim schröder war aber anscheinend gegenteiltag und er hat keinem davon erzählt, außer vielleicht dem münte. und ja, ich muss dem stoibi recht geben: diese arroganz, die der immer-noch-kanzler da gestern in der elefantenrunde an den tag gelegt hat, war ja unerträglich. zum vor die füße speim, echt. man hats den anderen ja direkt angesehen, was sie dachten - die merkel wollte wohl mehr klaren; der guido hat überlegt, ob der schröder wohl gut ist; der fischer dachte ans essen; der von den linken an seine revolution und ja, der stoiber, dachte sich, wieviel mehr spaß er jetzt auf der wiesn hätte und dass es - teufel nochmal - die und nicht “der” oder “das” maß heißt, aber dass das die preißn eh nie wissen werden.

und dann kam jemand mit jamaika daher. mit rum, sand, meer und trommeln wie im englischen garten. und da fiel dann spätestens dem stoibi ein, dass es bei uns am schönsten is: weil immerhin fuktioniert das mit den trommlern im englischen garten ja ganz gut und ja, hier gibts noch wahlkreise, bei denen seine wahlmänner >60% bekommen (altötting, straubing; auch wenn mir das schleierhaft vorkommt).

ich bin für jamaika. sonst gar nix.

One Response to “jetzt mal ernst. ernsthaft.”

  1. fran Says:

    …das mag man ja so sehen können, ABER immerhin ist doch erstaunlich, dass Schröder (und ich denke, er hat letztendlich die Stimmen an Land gezogen, sehr geschickt, aber das gehört eben zum Handwerk) einen enormen Rückhalt bei den Wählern (zu denen ich ja nicht gehöre in diesem Land, vielleicht sehe ich es deshalb lockerer) gefunden hat - und wer hätte das gedacht! Und gleichzeitig muss die Fraktion, die vollmundig “45 Prozent” (O-Ton Stoiber) als zu erwartendes Ziel angegeben hat, erkennen, dass es eben doch Wähler gibt, die offenbar eine andere Erwartung haben an eine Partei. Ich darf gleich mal anmerken, dass die CDU/CSU für mich aufgrund ihrer Ausländerpolitik, die Haltung zum Irakkrieg und die vernachlässigte Umweltpoltik, hätte ich denn wählen könne, keine Alternative dargestellt hätte. So gesehen war es vielleicht für manche das kleinere Übel, für die SPD zu stimmen. Vielleicht hat es aber auch mit der Angst zu tun, einer Mehrwertsteuererhöhung in Verbindung mit unsicheren Arbeitsbedingungen ausgesetzt zu werden - und kann man das jemandem vorwerfen, der sich mit seiner Familie gerade so durchschlägt? In jedem Fall verstehe ich, dass sich Schröder bestätigt fühlt - “abwählen” sieht anders aus, ob man das jetzt gut fände oder nicht.

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