Archive for October, 2005

so schön!

Monday, October 31st, 2005

stadion!

ja, so schön ists zuhause! nicht der starnberger see musste es sein, sondern schlicht und einfach der olympiapark. ein sonniger, mäßig warmer und überaus entspannter nachmittag im “geschenk des jahrhunderts” an die stadt münchen.

wie viele meiner mitmenschen ahnte ich nichts von der attraktivität des verlassenen s-bahnhofes (ja, s-bahn!) olympiapark, einem abenteuerspielplatz für große. ganz im gegensatz dazu stand gestern, wie immer eigentlich, das stadion und das drumrum. denn dafür gibt es wirklich nur eine beschreibung: wie schön! und das sollte eigentlich ja auch jeder auf den ersten blick erkannt haben.

und wusstet ihr es alle schon? berlin ist münchen. ich konnte es nicht sehen, weil man das aus einer perspektive von etwa 1,55 m augenhöhe gar nicht erkennen kann. schließlich und zum glück verfiel der tobi an dem schönen sonntag nachmittag auch nicht der der dunklen seite der macht, sondern hat sich wieder zurück zur sonne gedreht ;-), um nochmal auf seine frühere homebase zu blicken. so war der sonntag gerettet und ernsthaft, schön wars! und schön ists zuhause!

song des tages: “in between days” von ben folds als cover.
sententia: fear leads to the dark side.

lyrischer herbst

Friday, October 28th, 2005

wochenende. wochenende!!! und ja, wir bekommen eine spitzenfernsicht, weil tollen föhn. woher ich das weiß? von meinem persönlichen föhnometer, das man mir im alter von 15 jahren irgendwo ins gehirn eingebaut hat. ich hab so kopfschmerzen, dass ich eigentlich gar nicht mehr schauen kann. und nein, ich habe keinen kater, habe ich ja nie. und nein, mir macht das heute auch nix aus.

man muss dieses wetter ausnutzen. alle, die im sommer wieder geschimpft haben, sollen jetzt mal ihre nase in die herbstsonne mit dem netten licht strecken. die zeiten des heuschnupfens sind vorbei und insgeheim, ja insgeheim, muss ich mir eingestehen, dass ich nicht recht hatte: ich dachte, der herbst wird nicht golden, sondern grau und nass, lang und eklig. aber weit gefehlt. so ist das gar nicht, der tobi hatte recht! immer wenn es so wetter ist, fällt mir ein wie meine schwester in der siebten klasse ein gedicht auswendig lernen musste, das von klein harald im güldnen gewand handelte. und ja, natürlich der olle ribbeck zu ribbeck im havelland. noch mehr? natürlich eichendorffs waldeinsamkeit, die mir 13 punkte im colloquium bescherte. ach, herbst, schöne jahreszeit.

für die fern-/weitsicht:
herbst
bob ross hätte es nicht besser malen können!
eigentlich war da ein anderes bild, so eins, wie eben b.r. malen würde. der link wurde aber gekappt - so müssen wieder meine eigenen herhalten, hilft ja nix.
was mach ich sonst an dem schönen, fast langen, wochenende? heut abend vielleicht mal ins cord gehen, morgen auf das jarabe de palo konzert in der muffathalle und vielleicht noch in die cohibar und am sonntag, ja, keine ahnung - rausgehen vielleicht. in diesem sinne: schönes wochenende!

song des tages: bastard von ben folds.

das leben in der parallelwelt

Thursday, October 27th, 2005

eigentlich wohne ich in münchen, stadtteil schwanthalerhöhe-laim. und eigentlich studiere ich im letzten semester. aber immer öfter in letzter zeit befinde ich mich in new jersey, etwa 45 minuten mit dem bus von new york entfernt. und dann ist mein vater auch kein richter mehr, sondern in diverse geschäfte unter dem decknamen “müllabfuhr” verwickelt.

sopranos!

dann heiße ich auch nicht mehr schmied, sondern soprano oder aprile - naja, letzteres nur sehr ungern. dann bin ich dick drin, im leben der cosa nostra. und ja, letzte woche hab ich mich gefreut, dass ich sopranos schauen darf. abgesehen davon, dass ich nun gern so fluche wie paulie, christopher und t selbst, träume ich auch davon. fast schon so wie bei lost.

wer sich nun die frage stellt, ob ich ein tv-addict bin, bekommt diese antwort: hell, yes! und ich mag die sopranos. vemutlich auch einfach deshalb, weil ich mir dank ihnen alle morde und komischen geschichten, die ich in meinen büchern für die prüfung lese, bildlich vorstellen kann. und man muss mir serien immer als package geben, dass ich ja auch fünf stunden am tag schauen kann. wenns sein muss auch in der bib.

von klingeltönen und medikamenten

Wednesday, October 26th, 2005

schrecklichste entdeckung seit langem: das nervige klingelton-porno-nashorn ist mit seinen freunden, den küken und ratten, in das globale obstgeschäft eingestiegen. ohne scheiß. heute in der arbeit hab ich völlig irritiert auf die banane aus dem obstkorb geblickt: steht da wirklich “jamba” drauf? und wieso? die antwort liegt auf der hand: das nashorn und das küken machen einen ausflug in wärmere gefilde und bringen uns mal gutes, bananen nämlich - potassium, sie verstehen schon.

anfangs hab ich diesen close encounter mit den schon an der vogelgrippe verstorben geglaubten freunden auf meine leichte überdosis medikamentöser behandlung geschoben: ein dolormin hier, ein voltaren dort, zwischendrin auch gern noch dobendan, grippostad und locabiosol. als einzelprodukte sicherlich ratsam, als mischung für einen tiefen, gesunden schlaf mit komischen träumen auch. in genau diesen kamen dann auch alle meine mitmenschen der näheren umgebung vor - aber in für seltsame träume komischer umgebung: in spanien, irgendwo im ewigen eis und auch in den tropen. zum glück hat das porno-nashorn da nicht vorbeigeschaut ;-)

voltaren - süße träume

danke, voltaren, ich werde wieder gesund und dann auch wieder schneller im kopf!

song des tages: can’t hurry love - dank dem beim mittagessen singenden inderst.

müde war gestern.

Monday, October 24th, 2005

folgende adresse kann man in zukunft benutzen, um mich nachts zu kontaktieren:

ursi schmied
c/ bibliothek tum stammgelände

ich bin begeistert: endlich eine bib, die auch nach halb acht noch offen hat. klar, der 24-stunden-luxus hat auch hier ein jähes ende gefunden: wer will in der zweiten woche auch schon 24 stunden lernen außer den hochmotivierten technisch-orientierten erstsemestern unter uns? unter uns: gar keiner. vorbei die zeit, in der ich hier mein kleines ersatzwohnzimmer aus der bib des amerika-instituts tragen musste, lang vergessen die dunklen erinnerungen an die nach schimmel und dämmerlicht riechende romanistenbibliothek. ob ich wohl an der tu in schlafanzug da sitzen darf? und haben die bequeme ledersofas? ach, und sitzen da wirklich immer so viele nette erasmusstudenten wie man sagt?

allein das historicum bietet noch die schicke alternative, weil wer lernt schon in der stabi?! und ich denke, heute abend schau ich mir mal die philosophenbib an, vielleicht macht die auch was her und ich kann dann ab nächster woche hardore-bibliotheks-hopping zwischen adalbert- und gabelsbergerstraße veranstalten. los, machense mit, das wird bestimmt dufte. mir scheint, ich bin näher am wahnsinn als jemals zuvor, uh-oh. öffnungszeiten von bibliotheken sollten nicht mein leben bestimmen.

song des tages: novocaine for the soul - eels.
wochenends-neologismus: pro-poser.

wahrheit ist gemein!

Friday, October 21st, 2005

ich sags euch, die wahrheit schmerzt ab und zu. aua. jetzt ist es nach 1700 cet, ich sitze im historicum und beschäftige mich primär mit dem alkoholschmuggel und der schwarzbrennerei. damit beschäftige ich mich, sofern ich mich konzentrieren kann, denn: ich war gestern abend aus. und ja, ich hab getrunken. und komisch, es macht mir was aus.

hmmm, ein müdes lächeln haben die leute früher von mir bekommen, wenn sie über kopfschmerzen oder extreme müdigkeit nach dem feiern klagten. ich kenne das gefühl eines hangovers nicht. aber ich bin jetzt immer so müde. kopfschmerztabletten brauch ich bei föhn, aber nicht nach einer kurzen, alkoholreichen nacht - daran hat sich nichts geändert. aber diese müdigkeit…. wie war das denn früher? vier-, fünfmal pro woche bis um drei, vier in mehr oder weniger fragwürdigen lokalen unterwegs und am nächsten morgen aufgestanden: vor zwölf, meist sogar elf, und nicht im bett liegen bis halb eins so wie heute.

wir scheiben es einfach mal aufs alter. und den föhn. und irgendwie glaub ich, dass ich heute abend nicht mit den 23jährigen jungen hüpfern bis in die nacht rumspringen werd. ich geh ins bett und schau die sopranos an. irgendwie armselig. irgendwie aber auch nur.

song des tages: i’m so tired von den beatles
sententia: wer lumpen kann, muss auch aufstehen können. i know, i know.

gute nacht.

muc - la

Wednesday, October 19th, 2005

mir ist kalt. so schön der herbst jetzt auch ist und so sehr ich mich auch jetzt freue, dass sich der nebel verzieht, so sehr friert es mich aber auch immer noch. grund dafür ist schlicht und ergreifend, dass ich brav in der früh eine halbe stunde rumradel um dann anderthalb stunden später immer noch kalte finger zu haben. und ja, ich benutze handschuhe - sogar eine mütze hab ich gestern in der kinderabteilung vom h&m erstanden. hilft alles nix… naja, vielleicht wird es dann doch schon eher als gedacht wieder der verhasste mvv, der mich zur uni befördert.

aber wäre ich gestern schon mit der tram gefahren, wäre ich wohl auch kaum mit der kamera in den englischen garten geradelt:

supermünchen

mehr fotos von gestern und dem schönen herbstlichen münchen sind unter dem “ursis photos” link zu finden.

song des tages: “la” - eliott smith
sententia:
Two roads diverged in a wood, and I-
I took the one less traveled by,
And that has made all the difference.
(Robert Frost, “The Road Not Taken”)
mal sehen, ob das so stimmt….

rot gelb grün orange

Tuesday, October 18th, 2005

nein, das ist keine bezeichnung für eine neue koalition. sieh mal aus dem fenster und vielleicht weißt du dann, was ich meine: der herbst ist das! und wie die kollegen vom münchenblog schon festgestellt haben - man muss einfach raus! ob man jetzt schlier- oder chiemsee entlangläuft, im nymphenburger schlosspark joggen geht oder im englischen garten einfach nur dahin spaziert - man muss raus. wenigstens um die letzten sonnenstrahlen abzubekommen, bevor der nebel alle eintrübt und der schnee und somit das skifahren wieder auf sich warten lässt. in diesem sinne: grab your stuff, get outside!

dann bekommt man auch folgendes zu sehen, mitten in münchen:
herbst!

vorsicht geheim. aber: pssst!

Monday, October 17th, 2005

themen: suburbanisierung, la frontera espanyola en los ee.uu. und jetzt obacht, voll geheim: ku klux klan und die mafia.

ja! brennende kreuze und ermordete in tonnen und an fleischerhaken werden mich die nächsten wochen über begleiten.

slaughter, baby
vorsicht, sonst gehörst gleich der katz!

netter nebeneffekt: sopranos, der pate und scorsese-filme müssen aus prüfungszwecken einfach angeschaut werden. wer dachte, ich entferne mich wieder vom rande des wahnsinns, hat sich getäuscht: pferdeköpfe auf kopkissen und weißes leintuch liegen schon bereit um des nächtens szenarien originalgetreu nachzuspielen und mein unwesen zu treiben. also, auf ein neues: am rande des wahnsinns, here i come.

song des tages: layla von eric clapton im kontext von goodfellas. fleischerhaken, sag ich doch.
sententia: aber: psssst!

fernsehen. nachts.

Friday, October 14th, 2005

hallo, lange nächte! die schlafstörungen haben mich wieder. ich kann nicht einschlafen. wahrscheinlich weil mir viel zu viele sachen durch den kopf gehen. also, was tu ich?! na, klar, erstmal zur cinebank unten im haus und dvds ausleihen. gestern wusste ich mal wieder so gar nicht, was ich wollte und stand wie eine dieser bemitleidenswerten figuren planlos viel zu lang in dem grell ausgeleuchteten raum auf der anderen seite vom straßenstrich. da war aber guter rat teuer. - nachdem ich zweimal das ganze repertoire downgescrollt hatte, hab ich mich für die vielgelobte miniseries traffic entschieden: 250 minuten lang, die nacht ab geisterstunde schien mir gesichert. relativ schnell hat sich das aber geändert: woah, wie langweilig. ich nenne es auch gern “24 für arme”. drogen, waffen, dea, sweatshops, pakistan, terroristen. was wer auch immer mit relativ dürftiger besetzung (lernt man deutlich sprechen nicht an der schauspielschule?) da bietet, kann agent bauer mit links und zehnmal spannender. ungefähr nach 30 minuten fiel mir auch ein, dass eine nicht fertig gesehene staffel 24 rumliegen hab, die dritte. abgesehen davon, dass das schon als verbechen gilt, die in der mitte aufzuhören, bin ich dann aber doch müde geworden - dachte ich.

später aber - nach der rückgabe der dvd und einer finalen runde um den block - lieg ich dann in meinem bett, und da sind sie dann wieder: komische gedanken. wie bekämpft man die am besten? richtig, fernsehen! nachdem ich zum dritten mal alle 40 programme durchlaufen lies, blieb ich dann doch noch wo hängen: münchen.tv. ein durchaus seltsamer sender. they took me on a trip i’d never forget. von der schellingstraße raus auf die garmischer autobahn. wie wenn ich selbst gefahren wäre… ich kann es jedem nur empfehlen: lasst euch auf eine reise mit münchen.tv ein, spätnachts, die bringen euch echt überall hin. was für eine idee, eine kamera auf dem beifahrersitz zu montieren und durch die welt zu cruisen. an ampeln halten, links den blinker setzen und raus in die große weite welt! schließlich bin ich dann über der frage eingeschlafen, ob man das überhaupt filmen darf, weil es sind ja überall menschen auf der straße und ob das nicht die persönlichkeitsrechte verletze und sowieso und überhaupt. morgen nehm ich besser valium.

song des tages: trailertrack von sin city. motto: be an angel. be a bitch.