anarchie überall.

es scheint ein virus umzugehen: nein, nicht die vogelgrippe, sondern das anarchie-virus. seit zehn tagen (und bestimmt auch noch den ein oder anderen mehr) verkloppen sich jugendliche und polizei in frankreich. das szenario, das der französische, in cannes ausgezeichnete regisseur mathieu kassovitz 1995 in “la haine” malte, scheint wahr geworden zu sein:

la haine

sein schwarz-weiß perfekt fotografiertes drama erzählt eine woche im leben von said, vinz und hubert im pariser banlieue. ein jugendlicher wurde von der polizei zu unrecht misshandelt und die ganze vorstadt tobt. die zukunft sieht schwarz aus - mehr als dope-rauchen und mit einer gefundenen polizisten-knarre spielen ist nämlich für die drei jungs nicht drin. am anfang zumindest. wer den film versäumt hat oder sein extremes straßen-französisch mit diversen schimpfwörtern oder verlan-ausdrücken aufbessern will, hat hier wirklich eine einmalige gelegenheit.

aber nicht genug: noch mehr anarchie. gerade eben meldete der spiegel, dass am horn von afrika versucht wurde, ein kreuzfahrtschiff zu entern. von echten piraten! ich wage zu bezweifeln, dass die aussehen wie o! orlando bloom oder johnny depp in pirates of the caribbean…

von den gesetzlosen zuständen in der eigenen heimat wollen wir gar nicht reden: keine regierung, kein ministerpräsident, keiner mag den stoiber mehr. was ist bloß los mit der welt?

song des tages: new york, new york von ryan adams.
sententia: jusqu’ici tout va bien. oder: es kommt nicht darauf an wie tief du fällst, sondern wie du landest.

One Response to “anarchie überall.”

  1. Rudolf Inderst Says:

    Auch die SCORE ist zu empfehlen!

    Es weiß es: der Inderst.

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