Archive for November, 2005

der wunderbare ryan.

Monday, November 7th, 2005

komisch, erst gestern habe ich meine extreme vorliebe für ryan adams entdeckt. ja, ryan, nicht bryan adams - ein unterschied wie tag und nacht! ich kannte schon sachen, aber nachdem ich gestern dann ein wenig rumgesucht hab, hab ich auch zum ersten mal bilder des überaus begabten barden gefunden: der sieht schon fertig aus.

und dann sind mir wieder die anekdoten meiner freundin kerstin eingefallen, die seit jahren versucht auf ein konzert von ihm in münchen zu gehen: das erste mal hat er abgesagt, weil er sich bei einem zuvorigen gig die hand gebrochen hat: weil er sturzestrunken oder auch stramm wie oskar von der bühne gefallen ist. also runter, in den graben. eine leistung. ein anderes mal wollte er nicht auftreten, weil er traurig war: dann hat man eben mal kurz seine freundin einfliegen lassen. und dieses jahr, im juli, hat er auch ganz kurzfristig abgesagt: bronchitis, oder so.

ryan adams
…oder sieht so ein gesunder, fröhlicher gerade eben erst dreißigjähriger aus?!

nichtsdestotrotz: er ist ein “heartbreaker”, genau so wie er es mit dem titel seiner ersten soloplatte versprach. und ja, er hat - glaube ich - extreme alkohol- und drogenprobleme. und dennoch, keiner sagts so schön: “come pick me up, take me out, fuck me up, steal my records, screw all my friends, they’re all full of shit, with a smile on your face, and then do it again. i wish you would.”

song des tages: new york, new york - ryan adams (what a surprise!)

anarchie überall.

Sunday, November 6th, 2005

es scheint ein virus umzugehen: nein, nicht die vogelgrippe, sondern das anarchie-virus. seit zehn tagen (und bestimmt auch noch den ein oder anderen mehr) verkloppen sich jugendliche und polizei in frankreich. das szenario, das der französische, in cannes ausgezeichnete regisseur mathieu kassovitz 1995 in “la haine” malte, scheint wahr geworden zu sein:

la haine

sein schwarz-weiß perfekt fotografiertes drama erzählt eine woche im leben von said, vinz und hubert im pariser banlieue. ein jugendlicher wurde von der polizei zu unrecht misshandelt und die ganze vorstadt tobt. die zukunft sieht schwarz aus - mehr als dope-rauchen und mit einer gefundenen polizisten-knarre spielen ist nämlich für die drei jungs nicht drin. am anfang zumindest. wer den film versäumt hat oder sein extremes straßen-französisch mit diversen schimpfwörtern oder verlan-ausdrücken aufbessern will, hat hier wirklich eine einmalige gelegenheit.

aber nicht genug: noch mehr anarchie. gerade eben meldete der spiegel, dass am horn von afrika versucht wurde, ein kreuzfahrtschiff zu entern. von echten piraten! ich wage zu bezweifeln, dass die aussehen wie o! orlando bloom oder johnny depp in pirates of the caribbean…

von den gesetzlosen zuständen in der eigenen heimat wollen wir gar nicht reden: keine regierung, kein ministerpräsident, keiner mag den stoiber mehr. was ist bloß los mit der welt?

song des tages: new york, new york von ryan adams.
sententia: jusqu’ici tout va bien. oder: es kommt nicht darauf an wie tief du fällst, sondern wie du landest.

wink mir zu!

Thursday, November 3rd, 2005

na gut, es scheint im moment blog-revivals zu geben. okay, hilft ja nix. ich hab neulich ja von dem crazy trip, den mir münchen.tv angeboten hat, erzählt. naja, gestern ähnliches szenario: bis relativ spät sopranos anschauen, dann noch eine runde um den block, dann heimkommen und den fernseher anmachen. unglaublich:

da steht das auto mit der kamera etwa drei minuten an einer roten ampel. nicht in münchen, sondern in freising - aber es hätte auch gauting oder germering sein können. das senderlogo wird inzwischen nicht mehr eingeblendet - warum bloß? jedenfalls steht da ein typ an der ampel, besser gesagt er sitzt auf seinem radl und sieht nicht nur sehr stark nach student in weihenstephan aus, sondern - jetzt kommts - sieht vor allem direkt in die kamera! minutenlang. sah alles aus wie ein still. ist die realität so? irgendwann wurde es dann auch endlich grün und der student radelte los und das auto an ihm vorbei und dann kam die geisterhafte stimme aus dem off: “… domberg….alt. so konnte die stadt frafreising [sic!] nie der macht des dombergs entkommen.”

frafreising? frafreising!? hab ich das richtig verstanden? ohnein ohnein, nicht nur, dass dieses programm vermutlich echt die persönlichkeitsrechte verletzt, nein sie müssen jetzt auch noch schlaue texte, die aus wikipedia und gemeindebuch zusammengeschustert sind, vorlesen - und das nicht mal fehlerfrei. armes münchen, armes freising. armes frafreising. wenigstens hätte der student mal winken können.

frafreising
die neue stadt im nördlichen münchener umland: frafreising.

song des tages: float on - modest mouse
sententia: erst denken, dann sprechen.

unglaublich wichtiger nachtrag:
während man mit dem auto durch die dreißiger zonen freisings cruist, hört man was, was man noch aus den alten tv-münchen-zeiten kennt: die musikalische untermalung der strippenden hausfrauen. oder zumindest stell ich mir die so vor ;-)

vom leben als blindschleiche

Wednesday, November 2nd, 2005

…ja, von dem weiß ich jetzt einiges zu berichten! ein fatales ergebnis hat mir da der optiker vorher dargebracht. hätte ich den führerschein gemacht - wäre ich wohl durchgefallen. die hornhautverkrümmug hat zugenommen (o-ton: “aber das ist nicht schlimm!”), die sehstärke abgenommen. fazit: ich sehe schlechter als alle anderen mitglieder meiner familie - und vielleicht auch meines freundeskreises, weil da haben viele nur kinderstärken, ähhh, weniger als -2.0. als ich zur optikerin meinte: “die letzte zahl seh ich immer noch nicht.” entgegnete sie nur trocken: “naja, das macht auch nichts.” jegliche hoffnung aufgegeben, ja, das hat sie!

ich, die brillenschlange...

es hilft nix, neue gläser müssen her, und damit auch gleich eine neue brille. deren aufgabe wird es hauptsächlich sein, mich wahnsinnig seriös und ernsthaft zu präsentieren, immerhin muss nächstes jahr arbeit gefunden werden. hornfarben, kantiger, gläser aus kunststoff, superentspiegelt undsoweiter.

wer sich an meine blog-ausführung zum flughafen erinnert, weiß vielleicht auch noch von meinem problem der “nachtblindheit”: alles erlogen! ich sehe wirklich schlecht. vorbei die zeit der weichen kontaktlinsen, die den astigmatismus nicht ausgleichen. willkommen im leben mit brillenabdrücken auf der nase und verzweiflungsartigen zuständen, wenn man die brille dann wohin gelegt hat, sie aber ohne ebendiese sehhilfe nicht mehr finden kann.

einziger trost: herr hilfiger wird mir in zukunft nicht nur zu einem duft deluxe in diversen variationen verhelfen, sondern mich auch sehend machen. rot? rosarot? schwarz? - man weiß es nicht.

und noch was:
ursi: “ich möchte einen sehtest machen.”
verkäuferin: “für den führerschein?”
ursi: “nein, ich bin 25, einfach so, aber nett trotzdem.”
- die augencreme hilft wohl doch. oder die ist an allem schuld. einer muss es doch sein!

song des tages: “von hier an blind” von wir sind helden.
sententia: auch ein blindes huhn findet mal ein korn.
hoffnung: i was blind - now i can see.

mitleid, bitte hier!

narcolepsy

Tuesday, November 1st, 2005

i should warn you
i go to sleep/i know you don’t/know what i mean/yet i get upset or happy
i go to sleep/nothing hurts when/i go to sleep/but i’m not tired/i’m not tired

i know it seems that i don’t care/but something in me does i swear
i don’t remember all last year/i left you awake to cry the tears
while i was dreaming in streams/flowing between the shores
of joy and sadness
i’m drowning
save me
wake me up
(ben folds, narcolepsy, the unauthorized biography of reinhold messner)

so ist das. jetzt ist es 4:55 am. mir ist kalt. ich bin nicht müde. ich sollte schlafen. ben folds hat immer recht. tbc.
i should warn you.