Archive for December, 2005

2005. ein klassiker.

Friday, December 30th, 2005

hollaholla, jetzt ist das jahr fast vorbei. ausnahmsweise hab ich meine silvestereinladung schon und noch gehe ich davon aus, dass es lustig wird. neue, gute vorsätze gibts übrigens nicht. nicht, dass ich das letztes jahr nicht getan hätte… hab auch fast alle eingehalten. so sah es 2004 aus:

to-do-list für 2005

1. neue wohnung finden
2. stipendiumsbewerbung schreiben
3. magisterarbeit schreiben
4. aufhören zu rauchen
5. nen neuen job finden
6. immer nett sein
7. zum onkel nach kairo manila fahren

ja, da war noch was. weiß aber grad nicht so recht, was das gewesen sein mag. - heiraten? kinder? wird mir im neuen jahr schon wieder einfallen. hmm, was ist denn sonst noch passiert?! ich hab die arbeit geschrieben, war auf der wiesn und hab seit dem frühjahr eigentlich immer schön gefeiert mit nem haufen netter leute. nicht zu vergessen: hab nicht nur ein neues notebook bekommen, sondern auch meinen blog! also wars ein gutes jahr, ein sehr gutes im vergleich mit den letzten paar.

und in der welt, was war da so los? heute hab ich nämlich den ersten fast unkommentierten bilderrückblick gesehen. und vieles hätte ich mal wieder vergessen, aber hier schnell kurzer reality-check: tsunami, papst, habemus papam, london, 50 jahre republik, katrina, spaßige elefantenrunde, inauguration speech und noch so vieles mehr. ein jahr hat doch wirklich über 350 tage ;-)
shanghai rose

in diesem sinne, kommt mal alle gut rüber und ich hoffe, euch gehts dann wie mir am neujahrstag - das neujahrskonzert der feinen wiener philharmoniker ohne kater anschauen können, ob es nun an mir oder den winzergenen liegt - man weiß es nicht.

song des tages: build me up buttercup von den foundations. alles wegen singstar.
vermutung: die leute werden heute einkaufen, als ob es 2006 nichts mehr gäbe…. werd ich aber lachen!

schokolade. lecker.

Wednesday, December 28th, 2005

vom knödel zur schokolade. die kurze vorgeschichte:
als ich am zweiten weihnachtsfeiertag zur mittagszeit mein elternhaus wieder richtung münchen verließ, hat mir meine mama für die upcoming lernerei noch eine schokolade zugesteckt. aber nicht ein poplige milka oder ritter sport. nein, es war oder ist immer noch eine handgeschöpfte schokolade von zotter. natürlich schmeckt die schokolade ganz wunderbar und natürlich kommt sie aus einem österreichischen familienbetrieb. die schmeckt als ob man vor drei minuten noch gesehen hätte, wie der maitre chocolatier die nüsschen gehackt hat und nicht blöd mit der cranche rumbastelt wie in der lindt-werbung, sondern jede kakaobohne einzeln verarbeitet. wenn die 70 gramm tafel dann mal weg ist, kann ich mir immer noch die verpackung anschauen, weil die auch schön ist. ich bin begeistert!

schokolade!
so sieht echte schokolade aus. schön verpackt aus dem geschäft frisch auf den tisch.

ich glaub, ich hab über die zotter’sche schokoladenmanufaktur schonmal was beim hofsender gesehen. weil die ja auch so viele verschieden sorten haben… recht interessant fände ich ja noch heidelbeerjoghurt, vogelbeeren oder auch gerne ananas mit paprika. ein weites feld, das auch noch lecker schmeckt. schokolade sollte wieder zum reinen genussmittel erhoben werden. jawoll.

song des tages: razorblade von den strokes.
weisheit: wer sich fragt, was das auf dem foto für ein buch ist, auf dem die schokolade liegt - knut hickethier, film und fernsehanalyse.

innerfamiliäre sprachgrenzen.

Monday, December 26th, 2005

es kommt, wie es kommt musste.

wappen

was die conzi noch anpreist als neuerscheinung auf dem büchermarkt, lag bei meiner schwester unter dem christbaum. und ja, ich senke mein haupt - schamesrot, wohlgemerkt. die niederbayern sagen [hei] und auch etwas wie [bi amoi so guad] statt “sei mal so gut”. anhand des [hei]s ließ sich außerdem feststellen, dass die grenze zwischen ober- und niederbayerisch genau meine familie durchläuft. erschütternder geht es zu weihnachten ja kaum noch! in meinen grundfesten erschüttert bin ich, jawoll, nix anderes!

dass der franke ein seltsamer menschenschlag ist, wird umso deutlicher: denn während in ober- und auch niederbayern am 6. dezember der nikolaus vorbeischaut, kommt in nürnberg der pelzmärtel. liebe franken, wer zum teufel soll das denn sein?!

wie auch immer, der kleine sprachatlas ist sehr toll. eine grundlegende frage wurde jedoch nicht geklärt: wieso sagen viele bayern (also ober- wie niederbayern) [ned], ich als grenzwertige oberbayerin aber [neda]? auf die klärung dieser frage warte ich schon lange und bin eigentlich enttäuscht, dass ich damit wohl auch noch weiter warten muss. oder hat da jemand einen lösungsansatz?

naja, ich muss mich also zurückhalten mit der öffentlichen diffamierung des niederbayerischen akzents. hmm, schade eigentlich. aber vielleicht hat ein befragter gar nicht so unrecht und genau diese beiden dialekte - ober- und niederbayerisch - sind sich gar nicht so unähnlich. machen wir doch einfach nochmal den juli 1475 dafür verantwortlich und gehen davon aus, dass es stimmt.

finale klärung der knödelfrage.

knoedel
knödel ist nicht gleich knödel. aber welcher wars bei der wm?

also, ich konnte nun leider nicht eruieren, um welche sorte knödel es sich handelt. die bayern edition von trivial pursuit fragt lediglich: “wieviele knödel verdrückte der aus bayern stammende sieger bei der weltmeisterschaft im knödelessen in nur 45 minuten?” bei google hab ich leider keinen so benannten event entdeckt. ich gehe davon aus, dass es sich um semmelknödel, nicht um marillen- oder gar zwetschkenknödel handelt (bewusst schreib ich semmelknödel, weil würd ichs sagen, würds [semmekneedl] heißen, ohne pluralische semmeln als inhaltsstoff). egal, die antwort lautet zwanzig und einen halben. mehr und mehr bin ich aber von dieser bayern-edition, mit der wir meiner stolzen österreichischen mama ihre wahlheimat bayern näherbringen wollten, enttäuscht: erstens sind da sauviele fragen über die franken drin und zweitens gibt es definitonsprobleme: was beudeutet zahnen? ich hab eine andere defintion als trivial pursuit. also, vorschläge, bitte liebe leser - dann stimmen wir auch demokratisch-bayerisch ab. ähhh, ist das paradoxon?!

song des tages: immer noch virginia jetzt!
sententia bis zum 23.01.: ned hudeln, des gibt depperte kinder.
news: die party gestern, bei der irgendwie 500 leute waren, die man von früher kennt, zerrt an den nerven. 30 prozent hab ich sehr gern gesehen, 30 prozent nicht so gern und 30 prozent sind mir wurscht. manches verändert sich nicht. aber man kann sicher nicht behaupten, dass es besser wird, wenn es anders wird. - aber anders muss es werden, wenn es gut werden soll. oder eben auch nicht ;-) achja, und die haare sind echt ab.

oberbayern - niederbayern.

Thursday, December 22nd, 2005

wie versprochen gibts jetzt den zweiten post. gerade noch vor mitternacht und eigentlich auch nur deshalb, weil das season-finale von nip/tuck noch nicht reingelaufen ist. also, seit ungefähr zwei wochen fühle ich mich mehr und mehr bestätigt:

es gibt klare kommunikationsprobleme zwischen ober- und niederbayern. und ich rede hier gar nicht einmal von den unterschieden zwischen den menschen aus dem münchener umland (obb.) und denen aus dem wald (nb.), sondern vielmehr von allgemeinen sprachunterschieden. wenn bei mir das wasser aus der straße gefriert, dann wirds schlicht und ergreifend glatt. angeblich kursiert aber jenseits der oberbayerischen regierungsbezirksgrenzen ein anderes wort dafür; klingt wie [hei]. wie man das jetzt wirklich schreibt, weiß ich leider nicht, weil es ja auch neu für mein ohr war.

dafür scheint die umgekehrte entwicklung, nämlich die schneeschmelze, dem oberbayern (und auch österreicher) eine eigene vokabel wert zu sein: ausapern. vielleicht ist aufgrund der entfernteren lage zu den alpen, dem schönen schneebedeckten gebirge im süden des einen regierungsbezirks, die schneeschmelze dem anderen leider kein eigenes wort wert. oder zumindest dessen quasi alltäglicher gebrauch ;-)
bester satz der letzten woche, live aus dem café meineid: [nahad hob i dem eine mordstrum von einer dermaßenen fotzn ummeglangt, dass i gmoant hab, des darf gar ned wahr sei.] hmmm. ich denke, der vortragende herr, ein hobby-jäger, kam aus dem großen jagdrevier bayerns: niederbayern. zu schön um wahr zu sein :D
bayern
ein freistaat, zwei regierungsbezirke, viele wörter. ganz toll. zuhause.

song des abends: signed sealed delivered - stevie wonder.
gedanke: ich mag franka potente nicht. und ich fand nach fünf im urwald schon immer doof und denks mir grad wieder - danke für den reminder, südwestfunk. obwohl der ja fast in meiner heimat spielt, neuötting.

föntolle. kunstschnee. weihnachten!

Wednesday, December 21st, 2005

also, ich gestehe es ein: es weihnachtet. und weil das so ist und ich eigentlich ja anfällig für alles bin, was mit glühwein, engerl und “let it snow” zu tun hat, gibts jetzt den höchstoffiziellen weihnachtspost. nicht nur, dass ich morgens immer mit sidos version von jingle bells aufstehen muss (weil der fernseher an ist); gestern abend wurde ich schon wieder mit wham!s last christmas malträtiert. und das kommt ja nun schon seit september im radio. und dann denke ich immer an das video, weil ich doch so ein absolut fernseh-fixierter mensch bin: lovely george macht (völlig zu unnütz, weil ja in echt schwul) nem mädel schöne augen und erinnert sich, dass letztes jahr alles besser war. ja, mei, früher, gell…. beeindruckend: die föntolle aller(!) mitspielenden und natürlich die total ausgeflippte und wilde schneeballschlacht. ach, ich wünsch mich in die 80er. da war alles so - witzig.

wham!
don’t wake me up before you go-go! just don’t.

song des tages: “gone” von kanye west mit cam’ron und consequence. (es ist doch viel besser als ich dachte und zählt jetzt zu meinen faves auf der eh schon tollen cd)
tipp: wenn ich wen mit “last christmas”-klingelton erwischen sollte, krachts!
news: ich schneide fürs christkindl meine haare ab. vorschläge bitte als comments posten.

außerdem: heut gibts noch einen zweiten post. denn: niederbayerisch ist ab und zu schwer zu verstehen. auch für mich.

und natürlich: frohes fest!

überrepräsentiert und totgeglaubt.

Friday, December 16th, 2005

ich bin hin- und hergerissen: was schockiert mich mehr - die tic tac toe-reunion oder dass sonya kraus der neue xzibit ist? hmm, mal langsam:

vorgestern abend. ich bin irgendwann vor dem fernseher eingeschlafen, jedoch vor mitternacht wieder aufgewacht. natürlich hatte ich meinen haus- und hofsender prosieben laufen, doch was sahen da meine ach so müden augen? - sonya kraus ist xzibit. sie hat jetzt eine show, in der sie autos aufpimpt (und um verwechslungen zu umgehen, heißt das im deutschen fernsehen der media ag “aufmotzen”). berufsblondine sonya unterhält uns also ab sofort nicht nur mit an und für sich grässlichen lichtobjekten, mit denen sie in do-it-youself-s.o.s jede noch so schöne wohnung in einen schauplatz unserer verborgensten alpträume verwandelt, nein - sie hält jetzt auch noch das klischee hoch, dass mädels nicht gern ölverschmiert sind: mit ihrer crew, die natürlich nicht annähernd aus stylern wie mad mike oder ish des originals pimp my ride auf mtv besteht, bastelt sie an autos. sie trägt einen schicken, sauberen, leuchtend gelben overall, aber leider ist aussehen hier nicht alles: man sollte wissen, in welche richtung man schrauben auf- und zudreht, wenn man schon so eine sendung hat. und dass motoröl sich mit offenen blonden haaren gut verträgt - ja, das ist ein mythos, den shakira in ihrem video von “la tortura” erfunden hat.

shakira
mehr motoröl, baby!

apropos “blond”: tic tac toe hat auch ein blondes mädel. da sind sie wieder, die drei: die mit den locken, bei der man sich nie sicher ist, ob sie nur so tut oder ob sie wirklich so ist. die mit den glatten haaren, die den funky namen “jazzy” trägt, sonst aber keinerlei qualifikationen hat und schließlich das mädel mit einer bestimmten form der maximalpigmentierung, die einen platinblonden zopf bis zu den hüften trägt. um es mit helmut krausser in fette welt zu halten: die letzte ist die kampfmöse. und ja, bei spiegel online verkündeten sie noch “wir schreien jetzt nicht mehr so viel”. in ihrem neuen song “spiegel” tun sie es trotzdem - zuviel. was die catterfeld letztes jahr mit ihrer bulimie-nummer versuchte, machen jetzt die drei nach: getreu dem motto “is schon okay, so wie du bist.” psychotherapie für die gequälten bravoleser oder vielmehr -leserinnen. und wenn alles nichts hilft, gibt es ja immer noch das lebensmotivationstraining mit detlef d! soost. na servus.

wer nun denkt, ich würde dem fernsehen abschwören, hat sich natürlich getäuscht. allerdings wäre es mir dieses mal wirklich lieber gewesen, wenn die eine sich aus der überrepräsentation zurückgezogen hätte und die anderen einfach dort geblieben wären, wo sie herkommen. wo das ist, weiß ich jedoch nicht ;-)
sonst kaum was neues. draußen geht der wind. ich mag das. hoffentlich ist cordus flug gut gelandet und hoffentlich kommen die zwei morgen auch ohne große probleme hier wieder an. secret message nach dü: meet me in my new mantel. in diesem sinne: schönes wochenende!

song des tages: “das ganz normale leben” von virginia jetzt!
sententia: totgeglaubte leben länger.

kurzes update.

Tuesday, December 13th, 2005

kurz, deshalb, weil aus unerfindlichen gründen meine dsl-leitung spinnt und ich grad fremdsurfe ;-) die prüfung ist geschrieben, olé. antikatholizismus im zweiten kkk. schon okay, 19 seiten sind es geworden. gefeiert haben wir ordentlich und seit samstag auch endlich mal wieder gescheit geschlafen (im schnitt so elf stunden).

aber, es hilft nix, es geht schon heiter weiter: ob ich mich in den nächsten wochen über den spanischen bürgerkrieg, die spanische kolonisation latein- und nordamerikas, spanische gedichte der romantik oder einfach nur filmtheorie zu tarantino auslasse - man weiß es nicht. langweilig werden tuts aber sicher nicht.

dogs!
die reservoir dogs als vorbild: let’s go to work!

in diesem sinne,
sententia: “torture you?! that’s a good idea, i kinda like that.”
passend dazu:
song des tages: “Stuck in the middle with you” - stealer’s wheel.

drogen! alkohol! kartenspielen!

Tuesday, December 6th, 2005

also, eigentlich fehlen noch die prostituierten, aber die brauch ich ja nicht. jungs und mädels, es wird ernst: prüfung ist am samstag. und ich hoffe immer noch nach wie vor, dass ich einen vom tonnenmord auflabern darf und nicht vom rotzbetrunkenen simmons, der ritter in weißen roben mit kapuzen am himmel sieht. eigentlich ists gleich, vorbei sein solls endlich.

grundregeln sind einfach: kkk ist immer so dämlich als möglich und kloppt sich ums geld. und es treffen endlich mal wieder die queens of the stoneage zu: kkk hat es versäumt, the lost art of keeping a secret hochzuhalten, anders als die: mafia killt für geld und kloppt sich mit iren und ist genau so wie in den sopranos und dem paten. aber ganz genau so.

so oder so: das ende der prohibtion, die die einen bekämpften oder die anderen brachen, wird gescheit gefeiert. am samstag. am abend. living only for this very moment.

repeal!!!
das bin ich. am samstag. aber hallo.

song des tages: twentieth century fox von den doors.
laune: zur hölle mit dem temperance-movement.
plan: kaufe pferdekopf. für billig. mehr alkohol. mehr glücksspiel. mehr schlaf.

…is’ im gebäude!

Friday, December 2nd, 2005

mancher erinnert sich sicher noch an den representer von süd-berlin (motherf***er) elmo, der eigentlich emmo heißt. der hat damals nen derben freestyle für kool savas in mtv’s trl hingelegt: großteils bestand besagter freestyle aus “ey leute, elmo is im gebäude… brak… warte,warte, kommt noch was… brak… ich hab das was ihr gerne wolltet” und so weiter.

jetzt hat es der gute elmo oder zumindest sein charakteristisches brak sogar ins netz geschafft und represented dort ganz ordentlich (motherf***er). mich erheitert sowas in der bib oft und dann denke ich mir: schlimmer gehts immer. kleiner ausschnitt: brak.

brak.

song des tages: two more years von der bloc party.
laune: d’accord.