derbleckts hascherl.

stoibi
wie jetzt? derbleck’n, verarschen oder was?

ja, mal sehen, wer dieses jahr auf dem nockherberg ein “derbleckts hascherl” sein wird. derbleckt wird sicher der stoibi. aber immerhin ist das dann einer, der das wort versteht. gibts denn überhaupt eine adäquate übersetzung für “derblecken“? ich hab es mir vorhin schon überlegt - ich glaub nicht. “verarschen” hat im gegensatz zu “derblecken” keinerlei nette konnotation. “veräppeln” exisitiert nur dieses eine mal hier in meinem vokabular. “zum narren halten” - vielleicht. “aufs korn nehmen” -ja genau, benutz ich täglich. hmmm. kenner der bayerischen sprache, bitte bringt eure vorschläge ein!

ebenso wie “derblecken” scheint das “hascherl” ein überaus bayerisches wort zu sein, wie sonst käme es zu folgender frage via msn:
[10:58] xy: hi ursi
[10:58] xy: was genau heißtn “hascherl”?

naja, ich würd sagen, armes ding, so wie im sinne von ["mei, bist a arm's hascherl, gell?!"]. in keiner anderen weise verwendbar, oder? also, halt schon, wenn man krank ist, aber dann ist man auch gleichzeitig immer furchtbar arm dran. apropos, zahn-update: seit sich gestern der faden gelöst hat und ich ihn während eines telefonats mit g.z. dann ausgespuckt hab, schmerzt es weniger. aber das zahnfleisch tut immer noch weh - oder was auch immer, ich kanns ja nicht lokalisieren, which sucks.

song des tages: i need some fine wine and you need to be nicer von den cardigans.
laune: gut. ziemlich gut. ziemlich wie immer.
sententia: immer nur hascherl sei, is fei aa ned schee.

3 Responses to “derbleckts hascherl.”

  1. Veit Says:

    Tach,

    also ich würde “Derbleckn” auch mehr in Richtung “aufs Korn nehmen” übersetzen. Vielleicht auch “die Leviten lesen”, aber unter der Bedingung, dies ironisch, teilweise sarkastisch verpackt zu tun, um die langzeit-nachwirkung zu erhöhen.
    Irgendwie so jedenfalls….

    Grüße
    Veit

  2. Felix Says:

    Ich schau grad den Nockherberg von 2005.
    Ein Highlight dabei, wenn der Bruder Barnabas zur Frau Roth sagt: “Müssen Sie sich heute gar nicht empören? Haben sie heute empörungsfrei?”
    Da brichst du ab vor Lachen.

    Und a propos bayerische Wörter bringt er dann noch ein weiteres interessantes und v.a. schwer übersetzbares Wort an: “zintig”

  3. botsch Says:

    für “derblecken” passt m.E. “verspotten” ganz gut, weil da noch ein kleines bisschen Augenzwinkern dabei ist. Andererseits ist doch gerade das das Schöne am Bayerischen, dass es manchmal keine Synonyme gibt!

    “Hascherl” kenn ich allerdings nur in Bezug auf kleine Kinder. Die sind - wenn krank, Knie aufg’schlagen, etc. - “arme Hascherl”. Erwachsene sind eher “arme Hund’”

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