ich bin begeisterter tv-addict. ich schau auch gern kochsendungen: wie der coole mälzer seinen nudelsalat mit fleischwurst und dosenmandarinen (kein witz!) zubereitet oder kerners köche ein fünfsterne-menu nach dem nächsten zaubern. gestern nacht jedoch hat eine ganz besondere kochsendung meine aufmerksamkeit bekommen, ungeteilt wohlgemerkt: silent cooking auf 3sat. anstatt dass der koch halbwegs geschleckt in seiner geschleckten, hellen küche rumhampert, kocht hier patrick müller mit im gesicht hängenden dreadlocks in einer nüchternen schlauchküche mit deckenkameras. im hintergrund läuft angenehme elektro-musik, im vordergrund stehen die speisen und zubereitenden hände von gewinner einer gault millau-haube müller. ein sympathischer typ, bei dem man sich eher vorstellt, dass er um halb sechs uhr morgens heimgekommen und auf der suche nach einem schnellen snack ist. dieser fixe snack entwickelt sich dann aber zum drei-gänge-menu, bestehend aus beispielsweise pochierter forelle mit sauerkraut, schweinskarree mit birnen-sellerie-gemüse und risotto und schokoladenstrudel mit banane. das absolut bewundernswerte und außerordentliche dieser kochsendung - es verrät ja schon der titel - ist, dass keiner spricht: die anweisungen werden rechts unten eingeblendet, müller selbst spricht kein einziges wort, als einzige untermalung dient die elektro-musik. sehr anders, sehr sehenswert.

das kocht er, der herr müller: schokoladenstrudel mit banane!
während ich diese sendung angeschaut hab, hab ich mich immer gefragt, welches der drei 3sat-länder diese extraordinäre kochshow wohl produziert und aufzeichnet. ich dachte es mir fast: es ist der orf; der cheffe selbst muss auch einer meiner “landsmänner” sein, er verrät sich nämlich durch worte wie “topfensoufflée“. tolle show. großes kino.
so ja, die laune ist wieder super. diese konstanten stimmungsschwankungen müssen am wetter liegen. ich kann echt unerträglich sein, furchtbar. nennen wir es mal wetterbedingtes postmagister-trauma. jedenfalls, soviel steht fest, hebt sich besagte laune immer, wenn ich einen song höre: “everyday is a winding road” von sheryl crow. ein spitzensong. vielleicht weil frau crow in dem video zu dem song die frisur hat, die ich sooo gern mal hätte. vielleicht weil ich ihn vor ungefähr sieben jahren gehört hab, als ich mit unserem silbernen roten hight-tech-knight-rider-uno zu meinem grundkurs-abi gefahren bin. vielleicht weil sie recht hat.
song des tages: now guess what.
sententia: jump in, let’s go. lay back, enjoy the show. everybody gets high, everybody gets low. these are the days when anything goes.
laune: sehr gut! 