ab und zu ist münchen eben auch berlin.
ja, in angespannten zeiten macht man keine witze, ich weiß. aber das schreit einfach danach - seht selbst:
nicht in neukölln, sondern an der laimer sbahn-unterführung gefunden
ja, wo simma denn? drogen, styles und gewalt?! an der laimer sbahn? mehr als nur radl-klauen und der alte mann mit der pan- oder wahlweise querflöte, der alte styler deluxe?! hmm, anscheinend war den künstlern dann hier aber doch zu fad und sie haben sich aufgemacht in den neuen “szenebezirk” ihrer gilde, in die rütli-schule, unter anderem auffangbecken für asoziale in neukölln, berlin. wer jedoch die unterführung hier kennt, kann den guten schiller-kalauer auspacken: “durch diese hohle gasse muss er kommen!”. nie wurde eine sbahn-unterführung stilistisch sicherer und edler beschrieben.
heut wars schön, sehr schön. beetsie und ich haben nach ausgiebigem frühstück auf meinem balkon in der sonne einen noch ausgiebigeren spaziergang in den nymphenburger schlosspark unternommen. fazit: was für actionfotos. gute lacher, gute zeit. die wiese war schön warm, so dass man sogar drauf liegen konnte. und die schuhe ausziehen und das erste mal dieses jahr barfuß im gras stehen konnte.
song des tages: all i need von air.
laune: so wies wetter - sehr heiter bis wolkenlos.
sententia: bloß nicht gegen die sonne.
April 9th, 2006 at 5:59 pm
Ich bin empört. “Narrenhände/Beschmieren Tisch und Wände!”, wie mein Vater immer sagt. Und das nicht nur in der Laimer S-Bahn, sondern sogar im Atomic-Café-Frauenklo! Der Jugend, so meine Diagnose, gehts einfach zu gut. Wir mussten ja damals noch barfuß in die Schule, durch den Schnee, hin- und zurück ging es bergauf, und trotzdem haben wir uns immer gefreut…denn dort gab es wenigstens Stühle und Tische!
April 10th, 2006 at 7:01 pm
Mensch, wir müssen Geschwister sein! Meine Oma erzählt die Schnee-Story auch immer wieder. Ich kontere dann: Aber bald müssen die Schüler Winter wie Sommer ohne Ipod & Handy in die Schule, das wird hart. Außerdem ein Lob für die Photos. Das Ich in der Reflexion (sic!) verspiegelt in der substanziellen Wahrheit des Über-Anderen. Nicht schlecht.
Inderst, mein Vater war’s - es ging ihm zu gut.