Archive for June, 2006

topnews: fußball nicht mit politik verwechseln!

Thursday, June 29th, 2006

gaddafi will die fifa abschaffen. es kann nicht sein. im spiegel gelesen und für die topmeldung des tages befunden. dem muss fad sein und der bub weint wohl immer noch, weil er so schlecht kickt. zu alles und jedem hat der eine meinung - und einen echten wahnsinnsblog….

[update] heut hab ich es wohl mit den blogs: toller, toller sportblog! von netten damen und herren vom ersten und damit auch vom br, die gut schreiben und sich die wm zwischen hamburg, nürnberg und münchen, berlin und köln anschauen. ich kann ihn nur empfehlen. wer hätte es gedacht…

me cago en la leche.

Tuesday, June 27th, 2006

toll. aus. vorbei. noch dazu gegen frankreich. gegen frankreich!!! und wieder hätte ich dem barthez gern die ein oder andere auf die mütze gegeben. schon, sollte immer der bessere gewinnen, auch im fußball und auch zwischen spanien und frankreich. aber immerhin war das zweite tor der franzosen auf einer schiri-fehlentscheidung basiert, und nur so konnte es dann auch zum dritten tor kommen. so ein scheiß.

foto_163676_CAS.jpg
ja, raúl, wink zum abschied leise servus.

wer mich jetzt also bei einem wm-spiel antreffen sollte, dem sei gesagt: das multitasking wurde um eine ebene ärmer - spielerbewertungen sind für mich ab heute nicht mehr dabei. und bitte: keine beleidigungen gegen mich aufgrund meiner spanien-präferenz. ich habs ja heute im letzten post schon bemerkt: ich bin der content meines blogs (und natürlich auch die wm und andere belanglosigkeiten). in diesem sinne: buen viaje, equipo real.

laune: och. passt. müde von arbeiten, schwimmen und rumstehen.
sententia: in den fanpark geh ich nimmer. die ganzen franzosen haben sich auf den unteren terrassen versteckt. und gesehen hab ich mit meinen 1,63m auch wenig. aber was auch?! lol.
song des tages: keine ahnung mehr. aber sicher nichts von der kack-franzosen-mucke aus dem fanpark, soviel steht fest ;-) mocht ich noch nie. sommerhit von vor zwei oder drei jahren, pfuäh.

Urs Bruno requiesce in pacem!

Monday, June 26th, 2006

ja, jetzt haben sie es geschafft. die task force “kill bruno” hat zugeschlagen und heute morgen den braunbär erschossen - zu dritt. ich will gar nicht wissen, was sich jj1, so ja brunos etwas förmlicherer name, in seinen letzten sekunden gedacht hat. von drei jägern nach etwa 53 tagen des wilden umherstreifens in bayern erschossen. 170 jahre lang hat sich das keiner aus seiner familie getraut und sicher hatte auch kaum jemand damit gerechnet, dass der gute jj1 so ein schlitzohr ist und morgen um morgen wieder entwischte und sogar die wm von der gipfelposition der nachrichten zu vertreiben vermochte.


servus bruno. schee wars. schad, dass du weg bist.

ich hab mich ja schon früh auf die seite des bären geschlagen. ich kann ja gar nicht anders: wir haben/hatten ja die gleichen wurzeln. der lateinische urs, der bär, mein freund auf lebenszeit. jetzt tot. da weint jetzt aber die kleine bärin, die ursula.

manch einer versucht, seine trauer über den verlust mit abgeändertem bayerischen liedgut zu überwinden, ich musste aber gleich an was viel schlimmeres denken: den deutschen schlager. ich sag nur: alexandra und der baum. demjenigen, dem g’stanzl zu aufwendig sind (oder noch schlimmer: der die melodie des jennerweinliedes gar nicht kennt!), der summt ganz einfach mit mir mit: “mein freund der bär, ist tot, er starb im frühen morgenrot.”

ich hätte ihn gern behalten, den bruno. endlich war das leben wieder aufregend: meerscheweinchen waren nun auch in deutschland nicht mehr vor nächtlichen attacken der pranken sicher, schafe hatten keine angst mehr vor dem bösen wolf oder dem fuchs, sondern der kreatur jj1. ja, gefahr für die menschen. ja, die scheu vor dem menschen verloren. ja mei. daseinsberechtigung für braunbären. jetzt. seek the adventure in life. now.

laune: gut, wenn das mit bruno nicht passiert wäre, noch besser.
sententia: …aber den steiff-bären toll finden.
song des tages: ja, jetzt ratet mal - wenn deutsche schlager keine ohrwürmer sind ;-) 

farbe bekennen!

Friday, June 16th, 2006

heute morgen, arbeit. erste aufgabe: tipp-plan checken. wer führt? bin ich noch besser als die buben?

die belohnung dafür: ich weiß nicht, wer führt, geschweige denn, wo ich stehe, aber - ich hab ein geschenk für mein handgelenk bekommen. weil ich das spiel der spanier so schön wiedergegeben habe. weil ich so two-years-ago bin. weil ich farbe bekennen werde. und weil ich im moment super dasteh, mit meiner vermutung, dass eine spanischsprachige mannschaft (respektive spanien und argentinien). gummiarmbänder, die schon wieder voll out sind, sind nämlich das geschenk. ich mag sie. vielleicht aber auch nur deswegen, weil auf dem roten espana (also richtig buchstabiert) eingestanzt ist. vielen dank!

spanien!
servus, holland! orange ist nicht so der hit diesen sommer.

und wo wir gerade bei farben sind: the dirndl. nicht gelb, nicht rosa, um gottes willen nicht orange, sondern grün wirds. so grün:

dirndl

helles lindgrün. schaut super aus. bin gespannt auf das vollendete meisterwerk, in weniger als einem monat ists fertig. modell “kufstein” wird geschneidert, btw.

song des tages: a little less conversation vom king.
motto für heute: a little less conversation, a little more action!
laune: de-luxe! meet me at the beach, baby.

die wahrheit über…

Thursday, June 15th, 2006

mädels und fußball.

okay, es ist wm, die deutschen haben die vorrunde überstanden und ganz münchen hängt tag für tag sechs stunden vorm fernseher, respektive dem kicker-ticker. unglaubliche allgegewärtigkeit: viele menschen freuen sich sehr über das sportliche großereignis - manche nicht so sehr. aber freuen tun sich auch die mädels! manchmal sorgt das ja noch für verwunderung, ein anderes mal wird uns unwissen vorgworfen und spielbewertungen nach gefallen der trikotfarbe oder aber auch spieler.

wie so oft kommen all diese kritikpunkte von der anderen, nicht unbedingt dunklen seite der macht, den jungs. und wie so oft haben genau diese kritiker vergessen, dass die mädels vor allem eins können: multitasking. wie wir sonst eben die zehennägel lackieren während wir am telefon das neueste brangelina-drama durchanalysieren und nebenbei balkonblumen umtopfen, können wir ähnliches hier: fußball schauen, ein abseits vor den männlichen zuschauern erkennen, die namen richtiger und klangvoller aussprechen als sonstwer in der umgebung und nebenbei den hübschesten spieler küren. eine leichitgkeit. vielleicht auch deswegen, weil brangelina keine rolle in unserem leben spielt und nägellackieren auf der letzten todo-liste steht, wenn uns urfad ist. wer hätte es gedacht…

wer jetzt natürlich nochmal kommt und sagt “ursi, du hast doch keine ahnung”, dem sei es nochmal deutlich gesagt: hab ich schon. und meine mädels auch!
ich hab vor zwei jahren ein panini-heft gehabt, da haben mich alle ausgelacht.
ich weiß, welcher schwede auch als calvin klein model ruhm und ehre erlangt.
ich weiß, dass villa aus der spanischen mannschaft weder aus villabajo noch villariba kommt.
ich schau grad eben paraguay gegen schweden. zuhause. allein. aus interesse.
ich bin mit der ominösen fußball-mannschaft aus burghausen groß geworden.
mein nachbar hat bundesliga gespielt.
ich mag fußball. (meistens lieber als die spieler)
ich kann die “josé +10″-werbung von adidas mit beliebig vielen spielern fortsetzen.
ich hab ein oberteil mit diesem grässlichen logo. was für ein opfer!
ich find, das beweist einiges….

und nebenbei weiß ich auch, wer roland garros dieses jahr gerockt hat ;-) mensch, ich bin so gescheit, es ist doch unfassbar. und noch einer drauf: wenn spanien die nächsten spiele so absolviert wie gestern zwischen der 13. und 17. minute, etwa 80 prozent mehr chancen als die deutschen gestern verwertet und außerdem endlich mal als laufstarke, junge mannschaft auftritt (mit und ohne raúl - betonung auf dem u bitte) - dann wirds doch noch was.

über all diesem g’scheit-blöd-daherreden stehen jedoch genau ein paar weisheiten: beckmann ist ein depp (hat der noch nie champions league geschaut, um die namen zu lernen?!).
klinsi hat einen an der klatsche.
zu guter letzt: mädels, wir wissen auch, wie der ball rollt!
bester beweis dafür ist, dass fräulein f.k. in einer fußballer-tipprunde als mädel ganz vorn [stand: 15.06.2006, 15 uhr] liegt. yes!

sententia: un equipo, una ilusion.
song des tages: the adventure von angels & airwaves.
laune: passt. der neue ipod nano gefällt gut.

y cuba lloraba…

Sunday, June 4th, 2006

ja, so ists und nicht anders: cuba hat geweint. sämtliche freiheiten, die sich dieses land mit dem getränk cuba libre erfochten hat, mussten heute leiden. wäre der fidel dabei gewesen, er hätte den barkeeper ermorden lassen. aber von anfang:

nach einer grandiosen vorstellung von josef hader und seinen sechs alter egos im audimax, musste man das nette gespräch mit dem netten herrn aus dem waldviertel noch etwas revue passieren lassen. also, weiter rein in die maxvorstadt. das felix kam uns grad recht. da wussten wir aber auch noch nicht, dass die keine ahnung haben.

auf meine frage hin, ob die den cuba libre nur mit havanna club machen hieß es: “der gehört auch so. kannst ja im schumanns nachfragen.” - schumanns my ass. wer mir erzählen will, dass anständige leute des spanischen sprachraums auch nur einmal freiwillig einen cuba libre mit dem spiritus-artigen havanna club 3 anyos trinken (und damit nicht fenster putzen), war entweder noch nie in spanien oder lateinamerika oder hat keinen geschmackssinn mehr. wie nannte es monsieur begleiter? “rachenputzer”. ja, genau, wenn man nicht blind davon wird (unwahrscheinlich), werden wenigstens alle gut- und bösartigen bakterienkulturen in hals, rachen, speiseröhren- und magengegend vehement und gekonnt abgetötet. naja, des barkeepers unwissen schlicht und einfach als “er kann ja nicht alles wissen”-einsicht akzeptiert und schließlcih bestellt, “aber bitte mit dem sieben jahre alten havanna.” 18 euro für zwei exemplare gelöhnt. 18 euro.

hätte ich nicht 18 euro gezahlt und wäre die art und weise des etablissements deutlich unschick, boaz’nhaft gewesen, es hätte mich nicht gewundert, das getränk in einem seichten hellbraun-ton, ohne limetten/zitronen und ohne eigene 0.33l-coke zu erhalten. ich mein, kein geheimnis, bacardi cola aus der dose sieht genau so aus.

aber anscheinend haben wir nicht die ausreichend dämliche bwler-fresse oder das juristen-gschau beinander, dass wir dafür würdig wären, für die eigene coke. geschmeckt hat der cuba grässlich, uns beiden war furchtbar schlecht - kein wunder, wenn der eine blind wird (ob des fälschlicherweise in der flasche havanna 7 anyos aufbewahrten methanols) und die andere zentimeter um zentimeter ihrer speiseröhre und magenschleimhaut davonätzen spürt.

waren letzte woche im woanders club sechs euro eintritt grund genug zu bleiben, waren es diese woche ernsthafte gesundheitliche zukunftsprobleme, die uns gehen ließen - lange bevor der drink zu ende war. einer für beide hätte gelangt: uns wäre trotzdem schlecht gewesen. aber hey, ich schmeiß gern geld für schäbige getränke und blöde sprüche raus.

barkeeper sollten ihren job verstehen und vor allem dessen ethos. wenn es schon keinen cacique oder barceló gibt, weil sie in deutschland als exoten gelten, dann sollte man doch immerhin wissen, dass es sie gibt und dass es schmackhaftere alternativen gibt als den jamaica-rum-verschnitt aus verschiedenen ländern der karibik, der uns heute als “siete anyos” angedreht wurde.

aus zwei gut gelaunten menschen nach dem hader wurden ein enfermo und eine enfadada. es war ganz pfui teufel. und studiert man nicht bwl, jura oder sowas oder hat man einfach lust auf nen guten drink: don’t dare going there. methanol ist keine lösung.

zum glück liegen zwei flascherl cacique im küchenregal. zum glück liegt eine tankstelle auf dem weg nach hause. zum glück hat die nicht konkurs angemeldet. und zum glück hat sie mir limetten und zitronen geschenkt. so trinke ich nun meinen cacique mit cola, der runtergeht wie öl und mich zur persona de muy buen humor macht. und cuba wieder frei.

cacique
so und nicht anders: fein. asi asi asi. so frei ist cuba.

ich weiß, es gibt wichtigeres als drinks. aber sie sind bestandteil meiner quality time, meines wochenendes. wer jetzt nochmal behauptet: “aber, ursi, unwissende, cuba libre gehört echt und wirklich mit havanna club!” soll entweder etwa die mitte dieses beitrags nochmal lesen oder schichtweg akzeptieren, dass cuba libre allgemein das getränk “ron con cola, hielo y un trozo de limón” ist. und für 8,50 euro/drink erwarte sogar ich etwas. und immerhin sollten sich drink und sprüche an dämlichkeit nicht überbieten. kein felix für mich mehr.

song des tages: i know why von sheryl crow.
sententia: queremos elegir libremente nuestro destino.
laune: super, jetzt.