call me macgyver schmied.
weg mit dem a-team, weg mit wickie und seinen schlauen ideen. seit gestern bin ich offiziell macgyver schmied. wie das kommen konnte?

mehr erfindungsreichtum im alltag!
also, von vorn: samstag morgen, alles cool, halbwegs ausgeschlafen, mach ich mich auf den weg zum supermarkt, um dort gegen den strom zu schwimmen und entspannt einzukaufen. alles super, ich geh immer noch entspannt heim und greif nach meinem schlüssel. wieso ist der so leicht - fuck! - ich hab den richtigen wohnungsschlüssel abgenommen und gestern nicht wieder drangemacht. oh nein!
hm, mitbewohnerin auf einer fortbildung, zweitschlüssel-aufbewahrer nicht in der stadt - vielleicht dessen mitbewohner? achja, zum einkaufen nehm ich selten ein telefon mit, jetzt merk ich, was ich davon hab. den kreditarten-trick hab ich immer noch nicht gelernt (zeit wirds!) und auf schlüsseldienst hab ich keine lust, weil ja, zu teuer. ich könnte ja in die stadt fahren bis meine mitbewohnerin wieder kommt. achja, mvv karte in der gleichen jeans wie der schlüssel. jetzt nervts dann aber. der hausmeister hat angeblich keinen schlüssel zu meiner wohnung (hat er wohl!) und der nette nachbar, der sich über die balkone stockwersübergreifend nach oben turnen kann, ist auch nicht da. scheiße, einmal bräucht man jetzt die parcours-franzosen.

rettung in der not: die baustelle!
aber - nur 50 meter entfernt von meinem eingang ist doch grad ne riiiiieeeesen baustelle, an der auch in der nacht und am wochenende gebaut wird. also stiefel ich da hin. folgender dialog kommt zustande:
ursi: “he, servus, wo isn euer cheffe, ich brauch a leiter!”
arbeiter: “xyz [bin slawischer sprachen nicht mächtig], deutsch nein.”
drei minuten später
ursi: “sind sie der cheffe?”
kapo: “ja, was kann ich tun?”
ursi: “ich brauch eine von den leitern da. hab mich ausgesperrt, wohn im ersten stock, aber meine balkontür ist auf. is die lang gnua?”
kapo: “ja, wird glangen, sieben meter oder länger. schaffst des allein?”
ursi verwandelt sich in diesem moment in macgyver.
ursi: “ja, klar, die is ja leicht.”
ich schulter also die leiter und wackel damit durch meine wohnanlage, durch die wiese und such mir jemanden, der mir die leiter hält. kraxel los, geht im erdgeschoss die balkontür auf, mein nachbar schaut mich leicht fragend an, bietet mir aber an, falls ich noch ein altes schloss hätte, es mit dem küchenmesser zu öffnen. aber es geht auch anders: endlich in meiner eigenen wohnung wieder!
ich wage mich zu behaupten, dass es kaum ein anderer so easy fertiggebracht hätte. vor allem, wenn man bedenkt, dass ich a) höhenangst hab, v.a. bei leitern und b) nen rock anhatte.
jetzt wieder zu grinsen aufhören…
song des tages: die ganze klinikum-cd von 2001. a classic.
sententia: the only thing we have to decide is what to do with the time that is given to us.
laune: ja, wie gehts einem, wenn man herr der ringe schaut? und eben noch das kriterium “fast aufgestanden” erfüllt? sehr gut natürlich!
November 13th, 2006 at 1:29 pm
hey macschmied - saubere leistung! chapeau! falls ich mich mal aussperren sollte, funk ich dich an
btw: wer weiss noch, wie macgyver mit vornamen heisst (ohne zu googlen!)
November 13th, 2006 at 1:45 pm
macgyver hat und braucht keinen vornamen. so einfach! aber wenn, dann sieht er aus wie ein dan.
November 13th, 2006 at 1:46 pm
woah, jetzt hab ichs grad gegoogelt. crazy name. in bayern würd ma jetzt “so a schafe!” sagen. deluxe, botsch, deluxe!