zahnfleischindianer. spittelberg. keller.

servas die madln, griaß eich die buam!

schön wars in wien, genau das richtige: wenig schlaf, null kultur, bisserl shoppen (nicht die “wien ist ein kaff”-shirts, sondern eher little miss bad-t-shirts), bisserl feiern mit der wohl gefährlichsten mischung, die die mensch- und tierwelt zu bieten hat: österreichische skilehrer. in diesem sinne nochmal ein herzliches dankeschön an die damen und herren auf der “sponsionsfeier”. bei uns wird man nur mit der uni fertig, hier feiert man ein “sponsionsfest”. und vorsicht, falls euch jemand mal krambambuli andrehen will: hier handelt es sich um eine teuflische mischung aus stroh rum, zucker, in wodka eingelegten früchten und ein bisserl rotwein, das alles schön warm, damit es gleich schön in die blutlaufbahn geschossen wird. logisch, dass die skilehrer solche rezepte kennen.danach schaut man so aus:

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krambambuli, skilehrer und schmied. der zahnfleischindiander sagt “alles fein!”.

dann macht man auch dumme sachen mit dem ottakringer-zapfhahn:

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ich und die exzellenten wien-gastgeber mathias und julia. die julia hat nächstes wochenende sponsionsfeier in innsbruck. ob die genau so wird?

a wengerl kultur gabs dann doch noch - am feiertag. samstag war feiertag. mariä empfängnis. der ist bei uns ja schon lang aufgrund des weihnachstwahns untergegangen, aber in österreich ist das noch echt feiertag. obwohl auch dort die geschäfte alle aufhaben und die wiener komplett durchdrehen und sich auf der mariahilfer in beiden richtungen am liebsten zersteigen würden. deswegen sperrt die polizei dann kurzerhand die verbindungsstraße zwischen mariahilf und altstadt, zwischen westbahnhof und museumquartier einfach mal ab, damit man auch auf der straße gehen kann. am besten biegt man dann mal ab und schaut auf den spittelberg, um sich von noch mehr menschen durch den wirklich schönen christkindlmarkt schieben zu lassen. nicht zuletzt aber auch, um im innenhof des amerlingbeisl glühwein und punsch zu trinken. bevor man sich dann die letzten meter richtung lange gasse quetscht, schaut man dann doch so zufrieden aus:

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obacht, daheim am 23. gehts weiter mit der schnapslerei ;-)

und wie schön, dass man eigentlich schon vor 17 jahren jemanden gefunden hat, bei dem manche österreichische weihnachtsbräuche genauso gehandhabt werden wie bei einem selber: heilig abend-essen. rindssuppe mit nudeln und würschtln aus österreich im stück. danke, julia, das war der beste aha-moment seit langem endlich jemand der diesen brauch teilt - der selbst in vorarlberg nciht geläufig ist.

alles in allem ein sehr gelungenes wochenende, das mich in manchen ansichten (studentenverbindungen, feiern mit skilehrern) bestärkt hat und mir irgendwie auch doch wieder gezeigt hat, wo ich daheim (münchen, meistens jedenfalls. obwohl bei mir im zimmer jetzt ein trambahnschild richtung “prater - hauptallee” hängt) bin. jedem, der demnächst nach österreich fährt, empfehle ich übrigens dieses buch: darum nerven österreicher. eine oft skurille abhandlung eines landsmannes mit seinem kleinen, feinen, manchmal sonderbaren volk. die beste lektüre im übervollen zug von budapest nach münchen. schee wars. vielen dank.

song des tages: immer noch “most likely you go your way” von bob dylan.
laune: eh fein!
sententia: wien ist anders. so true!
btw: nochmal förmlich ein “happy birthday!” an das sonntagskind vom 9. dezember.

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