ich bin dagegen!

so, ich bin kein fan von den olympischen spielen in peking. da darf man nicht sagen, was man will, und außerdem haben die ja einen knall, aus jux und tollerei das friedfertigste land der welt, tibet, erneut anzugreifen. ich gehe konform mit der titanic, die da rät:

So boykottieren Sie Peking!

Sie finden, die Olympischen Spiele in China müßten boykottiert werden (wg. Tibet), aber die Regierung handelt nicht? So organisieren Sie Ihren eigenen China-Boykott:

  • [...]
  • Den Pekinesen an der Tankstelle aussetzen, Tibetkatze kaufen
  • [...]
  • Keine Mandarins essen

beijing-54.jpg
verbotene stadt?! - genau, verboten! (foto via bigfoto.com)

song des tages: “i’m yours” von jason mraz
laune: guad.
sententia: wenn man keine ahnung hat, usw. usf.

[edit: der originalbeitrag aus der titanic wurde jetzt editiert. jemand, der mir am herzen liegt, hat den auch zurecht kritisiert. wer will, muss jetzt für den ganzen post zur titanic seite wandern. nix für ungut.]

8 Responses to “ich bin dagegen!”

  1. Felix Says:

    Nur der Teil über Pekinesen und Mandarins ist für mich erträglich witzig, weil offensichtlich daneben, beim Rest kann ich nicht richtig mitlachen, vermutlich, weil ich als halber Chinese diese Vorurteile zu oft ernstgemeint entgegengebracht bekommen habe. Und dass, obwohl die Polemik da eben genauso daneben zielt, denn China-Restaurants in Deutschland werden kaum von Regime-treuen Chinesen (wenns nicht eh Vietnamesen sind) geführt, Judo und Karate sind japanische Kampfsportarten und überhaupt gibt es eine Menge Chinesen, die den Angriff auf Tibet verurteilen, das aber nicht laut sagen können, ohne selbst um Leib und Leben fürchten zu müssen.
    Aber wir trinken ja auch keine Coke mehr, sehen keine amerikanischen Filme an und gehen nicht mehr zu Subway oder Starbucks, denn die Amis begehen ja den gleichen Wahnsinn im Irak, gell?

    Tsts.

  2. ursi Says:

    oh, ich weiß, dass es eine menge chinesen gibt, die mit der ganzen poltik chinas nicht konform geht. was japan, england, kenia und nicht zuletzt natürlich die usa und ungefähr zig andere staaten angeht, möchte ich von angriffskriegen, meinungsfreiheit, folter usw. gar nicht reden, aber die sind dieses jahr natürlich auch nicht austragungsort der ja angeblichen friedlichen olympischen sommerspiele. ich fand auch das mit den pekinesen und den mandarins am lustigsten, so solls hier jetzt auch stehen. allerdings: gegen die sommerspiele bin ich immer noch. war ich auch immer schon. “friedlich und frei” stell ich mir einfach irgendwie anders vor. und das tut mir auch wieder leid für das chinesische volk.

  3. Felix Says:

    Ja, einen Tag später kann ich auch besser objektivieren und muss zugeben, zickig reagiert zu haben. Ist ja genau die Art der Titanic, die ich bei allem, was mich nicht direkt betrifft, durchaus komisch finde. Kann jetzt zumindest nachvollziehen, wieso so mancher Politiker und Promi pikiert bis beleidigt auf die Titanic-Satire reagiert…

  4. Dr.Sno* Says:

    Mir scheint eher, dass die Austragung der olympischen Spiele in Peking nun tatsächlich das Interesse der Weltöffentlichkeit auf die gewaltsame Unterdrückung der tibetanischen Minderheit richtet. Gerade weil es weltweit so viele Konflikte gibt, ist der Austragungsort für die Interessen Tibets ein Glücksfall.

    Wenn man nun für ein Boykott ist, dann sollte man sich doch wenigstens kurz davor mal überlegen, was man damit erreichen möchte. Meiner Meinung nach wäre das kontraporduktiv und äusserst undiplomatisch. Aber natürlich toll plakativ.

  5. ursi Says:

    wer nun allerdings erst olympische spiele braucht, um zu merken, dass da was faul ist, ist meines erachtens sowieso komplett fehl am platz. nicht umsonst steht bei mir ja auch “erneut” beim angriff auf tibet. dass es die weltöffentlichkeit jahrelang so hinnimmt, ist die eine sache. dass ich leider noch nie großer fan der chinesischen politik gegnüber anderen staaten war, die andere. und bitte: plakativität hab ich bei meinen prinzipien gar nicht nötig ;-)

  6. Immer nie am Meer… » Blog Archive » überraschung. Says:

    [...] Immer nie am Meer… Not the movie, only my so-called life « ich bin dagegen! [...]

  7. Dr.Sno* Says:

    Ich meinte auch eher die allgemeine mediale Front, die nun in der Glotze jeden Sportler dazu befragt, weshalb sie oder er nun nicht mal eben die olympischen Spiele boykottiert.

    Du für dich, benötigst nicht den Fingerzeig, den die olympischen Spiele für die tibetanische Problematik bietet, aber die große Mehrheit der Weltbevölkerung meiner Ansicht nach eben schon! Ohne die Medienpräsenz der Spiele wäre das doch nur just another conflict, den es so oder ähnlich leider in fast jedem zweiten Land dieser Erde gibt.

    Wenn die Spiele also ein guter Grund zum Hinschauen sind, dann hat das für mich wirklich mal einen Sinn oder ist es etwa besser Olympiaden nur in Skandinavien abzuhalten um sich dann immer schön in der heilen Welt vorzukommen?

  8. Prof. Powder Says:

    hey! in skandinavien ist gar nicht alles so schöne heile welt!! in umeå wurden im letzten halben jahr 4 (!! in worten: vier!) autos des nachts von anarchistischen rumtreibern beschädigt. man munkelt sogar, es handele sich bereits um eine richtig gefährliche jugend-gang!!
    ich sag euch, da brodelt der nächste ausgewachsene konflikt!

    … sorry… :-)

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