Archive for the ‘Rock the Vote’ Category

big smile! BIG!!!

Wednesday, November 5th, 2008

danke für’s aufwachen, usa! es ist jetzt 04:41 uhr und ich gehe fest davon aus, dass die ganze westküste fix in demokratischer hand bleibt. ich bin großer obama-fan. groß. alles hoffen hat sich gelohnt.

[edit, 05.00: yes!!!!]

das trifft leider nicht immer zu. einige meiner freundinnen und kolleginnen warten nämlich wie ich auf eine person - edward cullen. wer wissen will, wie man mädchen am einfachsten rumkriegt, soll einfach “twilight” lesen. okay, vielleicht sollte er auch so aussehen wie robert pattinson. und so singen und gitarre spielen. aber hey, das leben ist leider kein wunschkonzert. und  nur weil mancher dachte, mit brad pitt in “interview mit einem vampir” sei diese unsterblichkeits-konflikt-geschichte vom tisch, heißt das nicht, dass man diese 460 seiten twilight nicht in zwei tagen lesen kann.  infected.

song des tages: “never think”
laune: deluxe in aller früh
sententia: yes. we. can.

wo will er denn hin?

Thursday, February 14th, 2008

man mag vermuten, ich lese bevorzugt nur schund. also, schundmagazine. zu einem gewissen teil stimmt es auch. sind wir allerdings inmitten der vorwahlen in den usa, kommt gerne und oft die kleine amerikanistin in mir zum vorschein (und wendet sich damit also ab von den promis aus la). genau aus diesem grund kauft man auch dann gern deutschlands großes, oranges nachrichtenmagazin - nicht zuletzt auch deshalb, weil man oft, in letzter zeit aber immer weniger oft, mit dessen politischer meinung relativ konform ging.

der untertitel “barack obama und die sehnsucht nach einem neuen amerika” klingt ja verheißungsvoll. aber dann, in der titelgeschichte selbst, wundert man sich: was will er mir eigentlich sagen, der spiegel? an obama findet er nichts wirklich gutes (kiffen, koksen, kirche, aber immerhin ehrlich), an hillary auch nicht wirklich (verblasst, überrumpelt von obama) - aber hauptsache er hängt dahinter ein vierseitiges gespräch mit mccain dran. was soll das denn bitte? ich dachte, die haben immerhin noch eine meinung… und ja klar, objektiv bleiben als nachrichtenmagazin, schon klar. dann ist ihnen das mit der objektivität aber auch erst dieses jahr (wieder) eingefallen.

2259249406_c9f2c2dbd9.jpg
keep on smiling. ich meins ernst. (foto via barack obama)

man kann in deutschland die amerikaner an und für sich eh schon schwer erklären (oh ja, wie oft hab ich eigentlich versucht mein hauptfach damals “amerikanische kulturgeschichte” zu erklären) und dieser tage wird vielleicht sogar manchem dumpfen europäer bewusst, dass es in amerika sowohl eine eigene kultur (deswegen sind die so!) als auch eine eigene geschichte (deswegen haben die auch nur zwei parteien und deswegen wählen viele oft und immer gleich) gibt.

und vielleicht sieht der dann auch ein, dass die usa genau so einen wie obama brauchen. dass es nach acht jahren bush jun. zeit wird für einen, der noch was erreichen will und der ziele hat, die vielleicht nicht so schnell zu erreichen sind wie aufrüsten oder steuersenkungen (ich denke hier besonders an das kyoto-protokoll, dass mccain ja immer noch/schon wieder in frage stellt). vielleicht braucht es einen, der ehrlich ist und einer linie folgt - egal ob schwarz, weiß, frau oder mann. und dass obama als große tugend die der ehrlichkeit hat, das haben inzwischen sogar seine größten zweifler und kritiker erkannt. selbst der spiegel. wohin auch immer der will.

laune: gut.
song des tages: i’ll fly away von o brither where art thou-soundtrack
btw: gefolgen wird nach nyc! es geht im mai mit franziska in den big apple. deluxe!

thank god.

Friday, January 4th, 2008

sogar die konservativen amerikaner habn nach der zweiten legislaturperiode von bush bemerkt, dass irgendwas nicht stimmt. des moines in iowa hats heute nacht vorgemacht und ich hoffe, es folgen noch mindestens 38 andere staaten:

header_obama.jpg

ich möchte, dass barack obama präsident wird. nicht nur, weil er in manchen dingen eine unverkennbare ähnlichkeit mit president robert palmer aus “24″ hat, nein, sondern weil man erst mit ihm die usa wieder ernst nehmen kann. bush wurde in die reihe der schlechtesten präsidenten der usa aufgenommen (neben solchen wie hoover und jackson, was nun wirklich kein ruhmesblatt ist) und natürlich - ich als frau sollte eher vom team hillary sein. aber nein, ich bin mir sicher, dass ihr großer pluspunkt (frau) nur bei wenigen zieht: selbst die amerikansichen frauen sind sich in dem punkt einig, dass sie sich dreht und wendet wie ein fähnlein im winde.

simma alle gegen den irak-krieg? ich auch. oh, aber gibt mir wer geld, der dafür ist? äh, wart schnell, ich ändere meine meinung. ich hab ja selten sowas inkonsistentes erlebt. und jetzt dem bush den großen, schwarzen peter zuschieben, obwohl man einige punkte seiner agenda ganz offen und begeistert unterstützt hat (abstimmung über den militärischen einsatz im irak) - ich weiß nicht. als sie heute nacht in des moines dann meinte “i am so ready for this campaign. i am so ready to lead” dachte ich mir: achso, ja okay, würd ich als dritte auch sagen. hä?!

team_obama.jpg

ich hoffe ja nur, dass uns nicht das schlimmste übel - huckabee - ereilt. dann wärs wie bei uns mit dem austausch von stoiber durch beckstein: schlimmer gehts immer. aber zum glück gibts ja die gründerstaaten an der ostküste, die mit konservativen ex-priestern weniger am hut haben.

laune: ja, gut. morgen gehts vielleicht auf den berg. zur ersten tour. vielleicht.
song des tages: “seven days in the sun” von feeder.
sententia: frohes neues jahr noch allen!