meistens ist der tag danach doof. oder gar scheiße. in meinem fall verlief der in bezug auf alles meistens gut. bezug heute ist die teuflische mischung aus nix-essen, rot- und weißwein von gestern abend. und wie gern ich manches “ach, weißt, vergessen wir das mit gestern!” zurücknehmen würde, in diesem fall ist es nicht so. kathrin und ich haben die balkon-saison eröffnet. in der hoffnung, dass sich an meiner post-drinking-behaviour (i.e. kein kater!) nichts geändert hat, hat mich meine liebe mitbewohnerin etwa 75 prozent allein trinken lassen. wie oft ich in letzter zeit abgefüllt werde, find ich jetzt gerade aber unglaublich! getreu dem motto “die flasche kann man nicht offen stehen lassen!” haben wir uns/ich mir dezent die lichter ausgeschossen.

mars-eis, rotwein, weißwein, zigaretten, soda-citron - so macht man uns mädels glücklich! so einfach!
die gute botschaft: heute um sechs aufzustehen, um das zu arbeiten, was gestern keinesfalls mehr möglich gewesen wäre, war kein problem. so beginnt auch das jahr nach meinem 27. geburtstag ohne kater. nice! die schlechte nachricht: das karussell gestern nacht in meinem bett war ebensowenig eingeplant wie das letzten sommer vorm mandarin oriental. nicht so nice, aber immerhin schon daheim und nicht auf der straße.
und an dieser stelle werden jetzt auch gleich ein paar möglicherweise vorhandene missverständnisse ausgeräumt:
1. man kann nicht 24 stunden für zugtickets anstehen.
2. aber man kann in 24 stunden die welt retten.
3. die regel mit den gleichfarbigen getränken stimmt wirklich.
4. servus-sagen ist doch essentiell.
5. auch mit 27 muss man sich an nichts gewöhnen. sonst kommts zum bored-out-syndrom.
6. geburtstag sollte geburtswoche heißen, dann vertut sich wirklich keiner mehr mit datum und alter - dieses jahr waren es doch >4. (man wird ja nicht automatisch am 27. april 27
oder am 25. april 28.)
note to myself: nächstes jahr hab ich echt ne woche lang, das klingt super. geburtstagswoche ist dann von 20. bis 27. april
7. um gottes willen, könnte ich jemals jemandem böse sein? weil was vergessen wurde? im leben nicht. kann ich aber so tun als ob? und ob! easy blei’m.
8. 27 ist das neue 24.
9. extra für franziska: ich gebs zu, ich nehm ein “vergessen wirs” zurück. vielleicht. eventuell. ein wenig sehr halbherzig. irgendwie is eh ewig her. (und nein, franziska ist nicht direkt involviert)
10. morgen im hahn wirds lässigster punkrock ab 21 uhr etwa, weil ich gebling-blingt auflege. (na, kommst diesmal vorbei?!)
genug jetzt, ich muss ja auch mal los zum arbeiten. meine güte, wie ist das wohl für alle meine freunde, die sich in meiner situation jetzt mit schädelweh rumplagen müssten? ich will es mir ja gar nicht vorstellen. es muss also das winzer-gen sein. vielen dank, österreichische adelswurzeln! vielen dank, dass ich alle strophen eurer hymne kann und meine allerliebste stadt nur vier zugstunden von münchen entfernt liegt! vielen dank, dass ihr aus amerika gekommen seid, um zwölf weinberge zu bewirtschaften! und vielen dank, dass ich als kind schon im weinkeller rumstehen durfte - und jahre später meine magisterarbeit am weinberg schreiben konnte!

sonst glaubts ja keiner: hier wurde geschrieben - unter anderem.
song des tages: leave the city and come home von den rakes. the endlosschleife.
sententia: der saurausch und ich - wir sind die besten freunde. manchmal.
laune: weiß ich noch nicht so genau. gut, denke ich.
nebenbei: allen ein schönes langes wochenende - woauchimmer.